Wien. Auslandsösterreicher, die am 15. Oktober bei der Nationalratswahl wählen gehen wollen, müssen nicht nur am Wahltag 16 Jahre alt sein, sondern auch spätestens am 24. August in der Wählerevidenz stehen.

Die verschobene wiederholte Bundespräsidenten-Stichwahl im Dezember 2016 hat zwar ziemlich viele Österreicher mit Hauptwohnsitz im Ausland zur Registrierung in der Wählerevidenz veranlasst. Ihre Zahl stieg um ein Drittel auf rund 56.500. Aber theoretisch dürften zwischen 350.000 und 400.000 weiter in der Heimat mitbestimmen.

Wer sich für die Bundespräsidentenwahl frisch registrieren ließ, ist auch bei der Nationalratswahl stimmberechtigt; die Eintragung gilt für zehn Jahre und für alle Bundeswahlen. Das Eintragungsformular ausfüllen müssen deshalb jetzt auch jene Auslandsösterreicher, bei denen die Zehn-Jahres-Frist abläuft.

Das Formular für die Eintragung in die Wählerevidenz ist bei jeder österreichischen Gemeinde, bei Vertretungsbehörden im Ausland und auf der Homepage des Innenministeriums (http://www.bmi.gv.at/wahlen ) erhältlich. Der ausgefüllte Antrag muss der betreffenden Gemeinde per Post, Fax oder E-Mail (eingescannt) übermittelt werden - mit der Kopie eines Dokuments, das glaubhaft macht, dass die gewählte Gemeinde die richtige ist. Das kann die Geburtsurkunde oder der letzte österreichische Meldezettel sein. Fragen beantwortet die Wahl-Hotline des Innenministeriums (0043/1/53126/2700).

Mit dem Wählerevidenz-Antrag kann ein "Wahlkarten-Abo" bestellt werden. Aus dem Ausland kann nur per Briefwahl gewählt werden. Wer ein Abo hat, bekommt die Unterlagen ab Mitte September zugesandt. Andernfalls muss die Wahlkarte extra beantragt werden. Auch in Österreich lebende Wahlberechtigte, die per Brief wählen wollen, können die Wahlkarte bei der Gemeinde schon anfordern.