Wien. Der SPÖ-Bundesparteirat hat das Wahlprogramm der Sozialdemokraten einstimmig und die Bundesliste mit 92,66 Prozent abgesegnet. Für die Wahlkreis- und Landeslisten gab es am Mittwoch 94,76 Prozent Zustimmung. Parteichef und Spitzenkandidat Christian Kern zeigte sich nach dem Parteirat erfreut über die Aufbruchstimmung unter den Genossinnen und Genossen.

Die SPÖ-Bundesliste für die Nationalratswahl am 15. Oktober wird von Kern angeführt. Hinter Kern ist mit Gesundheits- und Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner eine Quereinsteigerin gereiht, die auch im Wahlkampf eine große Rolle spielen soll. Platz drei auf der Bundesliste ist für FSG- und GPA-Chef Wolfgang Katzian vorgesehen, es folgen Frauenchefin Gabriele Heinisch-Hosek auf Platz vier, Kulturminister Thomas Drozda auf Platz fünf, Nationalratspräsidentin Doris Bures auf Platz sechs, Klubchef Andreas Schieder auf Platz sieben, Staatssekretärin Muna Duzdar auf Platz acht, Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler auf Platz neun und die erst 29-jährige Altmünsterer Bürgermeisterin Elisabeth Feichtinger auf Platz zehn.

Bei der Nationalratswahl 2013 schafften es insgesamt sieben SPÖ-Abgeordnete über die Bundesliste ins Parlament. Teilweise sind die nominierten Kandidaten freilich auf den Wahlkreis- und Landeslisten abgesichert, weshalb auch weiter hinten Gereihte wie Niedermühlbichler oder Feichtinger gute Chancen haben, in den Nationalrat einzuziehen. Bei einer neuerlichen Regierungsbeteiligung könnten es laut Parteimitgliedern durch Nachrückungen auch die Jugendvertreterinnen Katharina Kucharowits und Julia Herr sowie Christoph Matznetter ins Parlament schaffen. Wer letztlich tatsächlich einzieht, hängt aber vom Wahlergebnis ab.