Kurz verspricht, den Faktor Arbeit zu entlasten. Dafür sollen die Lohnnebenkosten gesenkt und die Beiträge von Firmen zum Familienausgleichsfonds halbiert werden. In Bezug auf die Vollkosten eines Mitarbeiters will Kurz Transparenz auf dem Gehaltszettel.

Für jedes Kind soll es hingegen einen Steuerbonus von 1500 Euro geben. Kurz will auch die staatlichen Gebühren (Grunderwerbssteuer, die Eintragung ins Grundbuch sowie die Eintragung des Pfandrechts) für den Kauf des ersten Eigenheimes streichen. Der Gebührenerlass soll bei 20.000 Euro gedeckelt sein.

Schuldenbremse in Verfassung


Dezidiert abgelehnt werden von der ÖVP weiter Erbschafts-, Eigentums- und Vermögenssteuern. Außerdem will sich Kurz gegen die Nullzinspolitik einsetzen. Weiters soll die Staatsschuldenquote langfristig auf 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts reduziert und eine "Schuldenbremse" in der Verfassung verankert werden.

Was das Thema Flexibilisierung der Arbeitszeit betrifft, schlägt Kurz "praktikablere Arbeitszeiten immer in Abstimmung auf betrieblicher Ebene" vor. Er plädiert für ein Zweitwertkonto. Arbeitnehmer sollen so selbst entscheiden können, welche Gehaltsbestandteile, Überstunden, Zulagen, Prämien oder Sonderzahlungen - für spätere Auszeiten ohne Abstriche - steuerbegünstigt auf ein Konto überwiesen werden.

Bezüglich Pensionen betont die ÖVP, dass es keine Kürzung kleiner und mittlerer Pensionen geben soll. Das faktische Pensionsantrittsalter soll an das gesetzliche angepasst werden. Bei längerem Arbeiten soll es höhere Zuschläge bei der Korridorpension geben. Wer bis 68 arbeitet, soll einen Zuschlag von 5,5 Prozent pro Jahr erhalten und ab dem 65. Lebensjahr keine Pensionsversicherungsbeiträge zahlen. Frauen sollen die Möglichkeit haben, freiwillig bis 65 und länger zu arbeiten. Pensionsprivilegien bei der Stadt Wien, den ÖBB und der Nationalbank will die ÖVP abschaffen.