Wien. Die Liste der Mangelberufe für 2018 ist jetzt durch die Fachkräfteverordnung des Sozialministeriums fixiert worden. In den Mangelberufen können Ausländer aus Drittstaaten als Fachkräfte gemäß Ausländer-Beschäftigungsgesetz zugelassen werden. Die Zahl der Mangelberufe hat sich von 2017 auf 2018 mehr als verdoppelt, sie ist von elf auf nunmehr 27 gestiegen.

Zu den Mangelberufen zählen etwa diplomierte Krankenpfleger, Dachdecker, Dreher, Fräser, Zimmerer, Kfz-Mechaniker und Elektroinstallateure. Auch Schweißer, Bautischler, Platten- und Fliesenleger sowie Diplomingenieure für Maschinenbau, Starkstromtechnik, Nachrichtentechnik und Datenverarbeitung werden gesucht.

Auf der Liste findet sich nicht der Beruf Koch, was Wirtschaftskammer-Arbeitsmarktexperte Rolf Gleißner im "Kurier" kritisiert. "Die Verordnung geht nur von einer bundesweiten Sicht aus. Wir haben aber eine extreme Fachkräfteknappheit im Westen." Daher plädiert er für eine neue Fachkräfteverordnung noch im Jahr 2018. Die neue Regierung hat bereits angekündigt, sie wolle zusätzlich auch den regionalen Bedarf sowie Stelleninserate von Online- und Printmedien berücksichtigen. Die Gewerkschaft lehnt eine weitere Arbeitsmarktöffnung ab. "Es gibt bereits ein Saisonnierkontingent und es steht der gesamte EU-Raum für die Rekrutierung offen, das sollte reichen", betont Berend Tusch von der Gewerkschaft vida gegenüber dem "Kurier". Die Branche sollte sich eher fragen, warum sie kein Personal finde.