Aber auch Islamisten wollen "hip" erscheinen. Vor allem junge Frauen, die nach Syrien in den Dschihad gezogen sind, dienten dem IS als propagandistisches Mittel. Nicht nur, um Männer anzuziehen, sondern auch, um sich jugendlich zu geben.

Was für die einen ein "Rechtsruck" ist, sehen die anderen als Reaktion der Politik auf "besorgte Bürger" und die Enttäuschung der Wähler. Sie aber schreiben, die Mitte auch in Österreich sei "klinisch tot". Warum?

Der rechte Rand hat es sehr wohl geschafft, die konservative Mitte zu benutzen, um so ihre Themen und auch ihr Wording in den Mainstream zu tragen.

Wird das wiederum in den extremistischen Kreisen reflektiert?

Ja. Das ist Strategie, und Erfolge werden gesehen und gefeiert. Die "Unite the Right" ("Vereinigt die Rechte")-Kampagne der "Alt Right" ist dafür paradigmatisch.

In Deutschland gibt es diese Bemühung mit der "Erklärung 2018", mit der auch ein Brückenschlag zwischen Konservativen und der sogenannten Neuen Rechten und den "Identitären" nahestehenden Personen versucht wird. Online versuchen Islamisten wie auch Rechtsextreme massiv, sich in den Mainstream einzuschalten.