Linz/Wien. Die Grünen wollen das Thema Umweltschutz künftig stärker in den Mittelpunkt stellen. Das ist einer jener Punkte, der sich am Samstag nach mehrstündigen Diskussionen beim Neubeginn-Kongress der Grünen in Linz am Samstag herauskristallisiert hat. Doch auch das bedingungslose Grundeinkommen als Sozialthema stand nach den Gruppendiskussionen im Mittelpunkt.

Bundessprecher Werner Kogler kommentierte dies in der Schlussrunde der Veranstaltung wohlwollend. "Ich sehe die Rolle der Grünen genau dort, die Avantgardepartei zu sein, die zulässt, das zu diskutieren", meinte er zum Grundeinkommen. Auch dass die ökologische Frage radikaler gestellt und beantwortet werden müsse, begrüßte er.

Verjüngung im Vorstand.

Nach der Veranstaltung in Linz folgen nun weitere inhaltliche Runden mit regionalen Schwerpunkten in den Bundesländern. Im Juli gibt es ein "European Ideas Lab" sowie eine Grüne Sommerakademie in Graz. Am 22. September sollen all diese inhaltlichen Diskussionen in einem "offenen Symposium" in Wien zusammengeführt werden.

Für 17. November ist schließlich (noch ohne einen fixierten Veranstaltungsort) ein Bundeskongress der Grünen angesetzt. Dieser soll auch über Personalia entscheiden. Kogler ließ offen, ob er sich dort als Bundessprecher wiederbestellen lassen will. Weitere Personalentscheidungen soll es aber geben, Kogler wünscht sich eine Verjüngung im Vorstand. Und auch eine Statutenreform könnte gestartet werden; intern wird darüber bereits diskutiert.