Innsbruck. Innsbruck will sich offenbar bei den von der Regierung ab Herbst geplanten Deutschförderklassen für Kinder, die nicht ausreichend Deutsch können, quer legen. Wie die frisch gekürte SPÖ-Bildungsstadträtin Elisabeth Mayr der "Tiroler Tageszeitung" (Dienstag-Ausgabe) erklärte, habe die Stadtregierung im Koalitionspapier vereinbart, "keine separaten Deutschförderklassen in Innsbruck umzusetzen".

Neben inhaltlichen Bedenken bemängelte Mayr auch die fehlenden Informationen aus dem Bildungsministerium: "Alles umzustellen, dafür fehlt schlicht die Vorlaufzeit." Auch der grüne Koalitionspartner hält laut Klubobfrau Renate Krammer-Stark nichts von den separierten Deutschförderklassen: "Das ist der falsche Weg und den werden wir nicht beschreiten."

ÖVP-Bildungslandesrätin wartet auf Details

Tirols ÖVP-Bildungslandesrätin Beate Palfrader steht den Deutschförderklassen hingegen positiv gegenüber, will aber erst Genaueres sagen, wenn Details aus dem Ministerium vorliegen. Die Gewerkschaft der Pflichtschullehrer in Tirol setzt auf das Treffen im Bildungsministerium Mittwochnachmittag und schließt laut TT Protestmaßnahmen nicht aus.

In Wien hatten sich vergangene Woche mehrere Direktoren gegen die Deutschklassen ausgesprochen.