In dem Video wird die flexible Arbeitswelt beworben.  - © Screenshot YouTube
In dem Video wird die flexible Arbeitswelt beworben.  - © Screenshot YouTube

Wien. "Geht's dem Werner gut, geht's auch der Erna gut": Mit dieser Liedzeile beginnt der Song "Willkommen in der neuen Welt der Arbeit", den die Wirtschaftskammer Österreich mit einem Werbevideo zum 12-Stunden-Tag heute veröffentlicht hat.

In dem Video sind überdimensionale Büroutensilien wie Büroklammern, Aktenordner und Bleistifte als Teil des Landschaftsbildes zu sehen, der Himmel ist ein pastellfarbenes Hellblau getaucht und die Figuren erinnern ein wenig an jene aus dem Computerspiel "Die Sims"*.

Was viele User empört, ist wohl der Text des Liedes, der mit einer heilen-Welt-Optik des Videos einhergehen: "Einmal länger hackeln gehen, wenn's das Geschäft verlangt, was der Chef dir mit mehr freier Zeit dankt", wird in wienerischem Dialekt gesungen, um das Prinzip der "flexiblen Arbeitszeit" zu erklären.



Zum 12-Stunden-Tag wird gesungen: "Die 12 Stunden sind nur für Spitzen, meist bleibt's bei 40 Stunden, und bezahlt wird's - Hand drauf - eh' als Überstunden." Weiter heißt es: "Überstunde elf und zwölf, die wer'n mit Zuschlag zahlt. Bitte sag mir ob'st wenn kennst, dem das nicht g'fallt."

Das Video jedenfalls gefällt nicht allen. "Seids hin in der Birn oder was?" schreibt etwa User "Skyfox94", "Widerwärtige, letztklassige Propaganda" ein anderer. Einige Kommentare gehen in die Richtung "Das muss Satire sein."