Wien. Die Liste Pilz kommt personell nicht zur Ruhe: Nachdem Sebastian Bohrn-Mena seine Parteimitgliedschaft zurückgelegt hat, hat er seinen Job im Parlamentsklub verloren. "Das Dienstverhältnis wurde gelöst", bestätigte Klubobmann Bruno Rossmann gegenüber der APA einen Bericht von "oe24". Abgeordneter war Bohrn-Mena, der etwa als "Tierschutz-Sprecher" der Liste Pilz agierte, freilich ohnehin nie.

Grund für die Auflösung des Dienstverhältnisses soll laut dem Medienbericht "klubschädigendes Verhalten" gewesen sein. Rossmann wollte das auf APA-Anfrage nicht kommentieren. Es handle sich um "interne Angelegenheiten". Parteigründer Peter Pilz selbst wollte am Dienstag keine Stellungnahme abgeben.

Am Wochenende hatte Bohrn-Mena kundgetan, die Partei zu verlassen, weil dort eine "autoritäre, fast demokratiefeindliche Umgangsweise mit Parteimitgliedern" herrsche. Im Klub wollte er aber weiter aktiv bleiben. Für ein Mandat hatte es freilich nicht gereicht, Bohrn-Mena war lediglich im Klub als Mitarbeiter angestellt und bearbeitete unter anderem die Themen Tierschutz und Kinderrechte. Maria Stern, die Anfang August zur Parteichefin gewählt werden soll, bekommt als Frauensprecherin ohne Mandat nach eigenen Angaben 5.000 Euro monatlich von der Partei. Das Dienstverhältnis zwischen Bohrn-Mena und Klub wurde nun gelöst, damit hat er keine Rolle mehr in der Partei, wie es seitens der Liste Pilz zur APA hieß.