Wien. Das Bildungsministerium will "sicher keine Diskussion über sechs Wochen Sommerferien ja oder nein". Damit wird der Forderung von Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger eine Absage erteilt. Diese hatte sich für eine Verkürzung der Sommerferien samt Anhängen der drei eingesparten Wochen im Herbst, zu Ostern und Pfingsten ausgesprochen. Demnächst will die Regierung - wieder einmal - Eltern, Lehrer und Schüler zum Thema Herbstferien befragen.

Das Regierungsprogramm sieht Herbstferien vor

Im Regierungsprogramm ist die Einführung von Herbstferien explizit vorgesehen - entweder durch Umwidmung der schulautonomen Tage oder durch eine Verkürzung der Sommerferien um eine Woche. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hatte dabei die erste Variante favorisiert.

Problem: Weder bei Eltern noch bei Lehrern und Schülern gibt es eine klare einheitliche Meinung zu Herbstferien. Bei fast sämtlichen Umfragen zum Thema in den vergangenen Jahrzehnten sprachen sich jeweils rund die Hälfte der Befragten dafür oder dagegen aus. Lediglich eine größere Umfrage unter Eltern von Pflichtschülern im Jahr 2006 ergab eine klare Mehrheit gegen Herbstferien (und gleichzeitig ein Patt für bzw. gegen eine Verkürzung der Sommerferien).

"Es gibt kein klares Bild dazu - weder bei den Betroffenen noch bei den Interessensvertretern", hieß es aus dem Bildungsministerium. Daher wolle man nun systematisch mit allen Beteiligten nochmals reden und die Meinungen abfragen.