Und auch aus dem Büro des Vorarlberger Landeshauptmannes Markus Wallner (ÖVP) heißt es, man könne dem Ergebnis der Budgetverhandlungen, die erst im September beginnen, nicht vorgreifen. Von einer Senkung des Beitrags kann man allerdings nicht ausgehen, schließlich heißt es hier: "Jeder Euro wird für den Wohnbau gebraucht."

In Vorarlberg steht den Einnahmen ein "massiver Ausbau der Wohnbauleistungen" gegenüber: 2018 werde das Ziel von jährlich 500 Wohnungen mit voraussichtlich 800 vollendeten bis Jahresende übererfüllt. "Jeder Euro wird gebraucht", heißt es aus Vorarlberg. Die rund 150 Millionen Euro, die heuer in die Förderung von Neubauten und Sanierungen fließen, sind drei Mal so hoch wie Vorarlbergs Einnahmen aus dem Wohnbauförderungsbeitrag.

Deutlich mehr Mittel für Wohnbauförderung

Zwar unterscheiden sich die Förderungssysteme von Bundesland zu Bundesland deutlich, in Oberösterreich sind es zum Beispiel Darlehen, in Salzburg Einmalzahlungen. Wien und Salzburg verwenden den Wohnbauförderungsbeitrag zweckgebunden, in anderen Bundesländern erhöht er nur das Landesbudget.

Klar ist aber, alle Bundesländer geben deutlich mehr für den Wohnbau aus, als sie aus der Abgabe erhalten: In der Steiermark sind es aktuell 348,4 Millionen Euro, womit der Neubau von rund 1500 Wohnungen und 460 Einfamilienhäusern sowie Sanierungsförderungen finanziert werden. Der Ertrag aus dem Wohnbauförderungsbeitrag wird bei 143,8 Millionen Euro liegen. Und in Wien stehen 532 Millionen Euro an Wohnbauförderung prognostizierte 260 Millionen Euro aus dem Wohnbauförderungsbeitrag gegenüber. Und die beiden Bundesländer sind damit keine Ausnahmen, wie die Grafik zeigt.