Wien. Die sechs Schubhäftlinge, die in der Nacht auf Samstag in ihrer Zelle im Wiener Polizeianhaltezentrum (PAZ) am Hernalser Gürtel Feuer gelegt und dabei schwere Verletzungen davongetragen haben, werden wegen versuchten Mordes und vorsätzlicher Gemeingefährdung angezeigt. Das sagte die Sprecherin der Wiener Staatsanwaltschaft, Nina Bussek, am Montag der APA.

Als Begründung für die Untersuchung wegen versuchten Mordes gab Bussek an, dass zumindest ein bedingter Vorsatz angenommen werden könne. Vier der sechs beteiligten Schubhäftlinge - fünf Afghanen und ein Iraner - befanden sich am Montag bereits in der Justizanstalt Josefstadt. Zwei waren weiter im Krankenhaus. Laut Bussek wurde bereits der U-Haftantrag gestellt.