• Es gibt keinen Zugriff auf die Unterschriften

Damit kein Volksbegehren doppelt unterzeichnet wird, wird jede Unterstützungserklärung elektronisch gespeichert. Aber weder das Innenministerium, noch Gemeinden haben das Recht, einzusehen, wer unterzeichnet hat. Die Initiatoren erfahren nur, wie viele Personen aus welcher Region für "ihr" Volksbegehren unterzeichnet haben.

  • In jeder Gemeinde, nicht nur jener des Wohnorts

Möchte man seine Unterschrift persönlich leisten, kann man das in jedem beliebigen Eintragungslokal machen - und nicht nur in jenem des Wohnortes. Jede Gemeinde und jeder Bezirk in Wien hat im achttägigen Eintragungszeitraum zumindest ein Lokal dafür zur Verfügung zu stellen. Mitbringen muss man einen amtlichen Lichtbildausweis, wie zum Beispiel einen Reisepass oder Führerschein.

Ist der Weg in ein Eintragungslokal aus Krankheits-, Alters- oder anderen Gründen unmöglich, kann man auf Wunsch auch von einer "mobilen Eintragungsbehörde" besucht werden. Dafür muss man einen Termin mit der Gemeinde vereinbaren.

  • Es gibt verpflichtende Öffnungszeiten für Lokale

Von Montag bis Freitag müssen die Eintragungslokale zumindest von 8 bis 16 Uhr offen halten, an zwei Werktagen zusätzlich bis 20 Uhr. An Samstagen müssen größere Gemeinden jedenfalls von 8 bis 12 Uhr, jene mit weniger als 2500 Einwohnern in diesem Zeitraum zumindest zwei Stunden geöffnet haben. An Sonntagen dürfen die Eintragungslokale geschlossen bleiben. Jene in Wien werden am Sonntag von 8 bis 13 offen halten, aber auch im 830 Einwohner großen Silbertal kann man an diesem Tag von 8 bis 10 ein Volksbegehren unterzeichnen.

  • Rund um die Uhr online unterzeichnen

Alternativ zum Weg in eines der Eintragungslokale können Volksbegehren online mit der Handy-Signatur, die bereits mehr als eine Million Personen nutzen, oder der zur Bürgerkarte erweiterten E-Card, die rund 100.000 ihr Eigen nennen, unterzeichnet werden. Über die Startseite von help.gv.at geht es direkt zum passenden Link zum Einloggen des Innenministeriums.

Da es während der Sammlung der Unterstützungserklärung mehrmals zu technischen Problemen kam, gibt es zu ebensolchen aber auch organisatorischen Fragen nun bis zum Ende des Eintragungszeitraums unter der Telefonnummer 0800/20 22 20 eine Hotline.

  • Der Weg zu Handysignatur und Bürgerkarte

Bei der Handy-Signatur ist das Mobiltelefon eine Art virtueller Ausweis. Die Signatur ist genauso rechtsgültig wie die Unterschrift per Hand, der Weg zum Amt ist also nicht mehr notwendig.

Alle Informationen zur Handysignatur erhält man unter anderem auf help.gv.at. Auf der Homepage sind auch alle Online- und Offline-Registrierstellen für Handysignatur und die Erweiterung der E-Card zur Bürgerkarte angeführt - darunter sind einige Banken, aber auch Bezirkshauptmannschaften genauso wie Finanzämter. Die Aktivierung ist kostenlos, man benötigt einen Ausweis.