Die Wahlbeteiligung bei den Zwischenwahlen legte verglichen mit der Abstimmung vor vier Jahren deutlich zu. Der Sender CNN berichtete, 113 Millionen Menschen hätten gewählt - eine Quote von rund 48 Prozent. Bei den Zwischenwahlen vor vier Jahren hatten nur rund 83 Millionen US-Bürger ihre Stimme abgegeben, was einer Beteiligung von knapp 37 Prozent entsprach.

So viele Frauen wie noch nie

Im Senat waren die Voraussetzungen für die Republikaner günstig gewesen, weil nur 35 von 100 Posten zur Wahl standen - und die meisten davon von Demokraten verteidigt werden mussten. Darüber hinaus wurden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus vergeben. Dort werden Prognosen zufolge so viele Frauen sitzen wie noch nie. In der Berechnung des Senders CNN ziehen 96 Frauen in diese Kammer des Parlaments ein. Der bisherige Frauen-Rekord lag laut Forschungsdienst des US-Kongresses bei 85 in den Jahren 2015 bis 2017.

Im Ausland gingen führende Vertreter aus Politik und Wirtschaft davon aus, dass Trump trotz des Machtverlusts im Repräsentantenhaus seinen Kurs beibehält. "Es wäre ein Irrglaube, nun auf Kurskorrekturen von Donald Trump zu setzen", twitterte Außenminister Heiko Maas. Auch der Kreml rechnet offenbar mit keinen größeren Änderungen und teilte mit, Russland sehe nach den Wahlen kaum Aussichten auf eine Entspannung im Verhältnis zwischen beiden Ländern. Die deutsche Wirtschaft stellt sich weiter auf Gegenwind aus Washington ein.