Vor der Wiederaufnahme der Verhandlungen zur Beendigung der Haushaltssperre in den USA hat Präsident Donald Trump die Demokraten wegen des sogenannten Government Shutdown erneut scharf kritisiert. In einer ganzen Salve von Twitter-Botschaften schrieb Trump am Donnerstag, die Demokraten verhinderten mit ihrer Blockadehaltung eine "dringend benötigte Mauer" an der Grenze zu Mexiko.

Wider besseren Wissens behinderten sie mit ihrer "Dummheit" den Kampf gegen kriminelle Banden sowie den Drogen- und Menschenhandel, so Trump.

Der einflussreiche demokratische Senator Dick Durbin machte seinerseits Trump für den festgefahrenen Haushaltsstreit verantwortlich. "Kein Ende in Sicht für den Shutdown der Regierung des Präsidenten", schrieb Durbin im Kurzbotschaftendienst Twitter. Trump habe die Regierung "als Geisel genommen für seine unerhörte Forderung einer Fünf-Milliarden-Dollar-Grenzmauer, die sowohl verschwenderisch als auch ineffizient wäre".

Die Haushaltssperre war in der Nacht zu Samstag in Kraft getreten, weil sich der Kongress Trumps Forderung nach fünf Milliarden Dollar (4,39 Milliarden Euro) für die Grenzmauer nicht zustimmen wollte. Der "Shutdown" bewirkt, dass rund 800.000 Staatsangestellte vorerst kein Gehalt mehr bekommen. Ein Teil von ihnen wird in einen unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Hunderttausende Staatsmitarbeiter, deren Arbeit als unverzichtbar gilt, müssen ohne Bezahlung weiter ihren Job verrichten.

Nach den Weihnachtsfeierlichkeiten wollten Kongressmitglieder am Donnerstag wieder über eine Lösung des Haushaltsstreits verhandeln. Vorab stellten die Parlamentarier aber keine schnelle Lösung in Aussicht.