Deir ez-Zor. Irakische Kampfflugzeuge haben nach Militärangaben die Extremistenmiliz Islamischer Staat in Syrien angegriffen. Ziel sei ein Treffen der IS-Führung in der Nähe der Stadt Deir al-Zor gewesen. An der Zusammenkunft hätten 30 Kämpfer teilgenommen. Um wen es sich dabei handelte, blieb am Montag offen. Die F-16-Jets hätten bei ihrem Einsatz ein Gebäude zerstört.

Erst am Sonntag hatte die Regierung in Bagdad signalisiert, angesichts des angekündigten Abzugs der US-Truppen aus Syrien ihre Armee verstärkt in dem Bürgerkriegsland einzusetzen. Der Irak befürchtet, dass Kämpfer der Dschihadisten-Miliz "Islamischer Staat" (IS) wieder über die Grenze kommen und Anschläge verüben. In den vergangenen Monaten hat das Land mehrmals mit Billigung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad Ziele in Syrien angegriffen.

Trump verteidigte Vorgehensweise in Syrien

US-Präsident Donald Trump hat indessen seine Syrien-Politik wortgewaltig verteidigt. Er habe damit Wahlkampf gemacht, die Soldaten aus Syrien und anderen Orten abzuziehen, schrieb Trump auf Twitter. Er tue das, was er gesagt habe. "Wenn irgendjemand anderes als Donald Trump das getan hätte, was ich in Syrien getan habe, (...) wäre er ein nationaler Held", erklärte der Präsident.

"Der IS ist weitgehend verschwunden, wir schicken unsere Soldaten nun langsam heim zu ihren Familien, während wir gleichzeitig Überbleibsel des IS bekämpfen", betonte Trump, der am 19. Dezember den sofortigen Beginn des Rückzugs der 2000 US-Soldaten aus Syrien bekanntgegeben hatte. In Medienberichten war von einem Zeitfenster von wenigen Monaten die Rede. Verteidigungsminister James Mattis scheidet unter anderem wegen unterschiedlicher Auffassung zu der auch von Verbündeten scharf kritisierten Entscheidung zum Jahreswechsel aus seinem Amt aus.