Washington. Im Streit um ein Ende der Haushaltssperre hat US-Präsident Donald Trump den Demokraten Zugeständnisse für "Dreamers" im Gegenzug für eine Zustimmung zu seinen Mauer-Plänen an der Grenze zu Mexiko in Aussicht gestellt. In sienem Kompromissvorschlag hält er an seiner Forderung von 5,7 Milliarden Dollar für den Bau einer Grenzmauer fest, dafür wolle er den Demokraten aber beim Abschiebeschutz für junge Migranten entgegenkommen, die als Kinder illegal mit ihren Eltern in die USA gekommen waren. Die Spitzen der demokratischen Partei im US-Kongress erteilten dem Angebot jedoch schon vor seiner Rede eine Absage.

Trump hatte im September 2017 angekündigt, das sogenannte Daca-Programm zum Schutz dieser "Dreamer" innerhalb von sechs Monaten zu beenden. Mehrere Bundesgerichte wiesen die Regierung aber an, das Programm weiterlaufen zu lassen. Derzeit ist der Fall vor dem Supreme Court anhängig. Unklar ist aber, wann sich das höchste Gericht der USA damit befasst.

Trump Präsident weigert sich, ein Budget zu unterzeichnen, das keine Gelder für eine Mauer beinhaltet. Teile der Regierung stehen daher seit kurz vor Weihnachten still. 800.000 Bundesangestellte sind entweder im Zwangsurlaub oder müssen ohne Gehalt arbeiten - etwa an den Kontrollstellen der Flughäfen. Der Samstag war der 29. Tag des längsten "Shutdowns" der US-Geschichte.