Washington. Die Rede von US-Präsident Donald Trump zur Lage der Nation wird sich Insidern zufolge etwa zur Hälfte mit der Außenpolitik beschäftigen. Unter anderem werde Trump vor dem Kongress den geplanten Truppenabzug aus Syrien und Afghanistan ansprechen, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Dienstag zu den Inhalten der Rede, die Trump am Abend halten will.

Erwartet wurde zudem, dass Trump erneut für Geld für den Bau der umstrittenen Mauer an der Grenze zu Mexiko werben wird. Die Demokraten lehnen das Milliarden-Projekt ab. Sie halten im Repräsentantenhaus die Mehrheit, der Kongresskammer, in der Trump seine Rede halten soll. Millionen Menschen dürften die Ansprache am Fernseher verfolgen.

Gemobbter Bub und Namensvetter ins Weiße Haus geladen

Mit Joshua Trump hat US-Präsident Donald Trump einen jungen Namensvetter zu seiner Rede eingeladen - weil der Bub wegen seines Nachnamens in der Schule gemobbt werde. Der Sechstklässler aus Wilmington im US-Bundesstaat Delaware möge Naturwissenschaften, Kunst und Geschichte, schreibt das Weiße Haus in einem Kurzporträt des Buben.

Er liebe außerdem Tiere und wolle sich später auch beruflich mit Tieren beschäftigen. Sein "Held und bester Freund" sei sein Onkel Cody, der in der US-Luftwaffe dient. "Leider ist Joshua wegen seines Nachnamens in der Schule gemobbt worden", heißt es dann in der Beschreibung des Weißen Hauses. "Er ist der First Lady und der Familie Trump für ihre Unterstützung dankbar."

Gästeliste enthält oft politische Botschaft

Der Präsident, die First Lady und die Kongressmitglieder dürfen zu dieser Gelegenheit Gäste einladen - häufig beinhaltet die Auswahl eine explizite politische Botschaft.

So haben Trump und seine Ehefrau Melania auch Angehörige eines älteren Ehepaares eingeladen, das von einem illegalen Einwanderer getötet worden sein soll. Der Präsident hält seine Rede inmitten des Streits mit den oppositionellen Demokraten um den US-Haushalt und den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. Wegen der - inzwischen vorübergehend aufgehobenen - Haushaltssperre war die Rede um eine Woche verschoben worden.