Gaza. Nach Raketenangriffen aus dem Gazastreifen in der Nacht ist es am Dienstag im israelischen Grenzgebiet bis Mittag weitgehend ruhig geblieben. Es gab auch keine Berichte über neue israelische Luftangriffe in dem Palästinensergebiet. Minister von der konservativen Regierungspartei Likud dementierten jedoch Berichte über eine Waffenruhe.

"Wir werden auf jeden Angriff reagieren", sagte Tourismusminister Jariv Levin nach Angaben der Nachrichtenseite "ynet". Der Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum hatte am Montagabend eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe verkündet. Danach feuerten militante Palästinenser aber weiter Raketen ins israelische Grenzgebiet, wie eine Armeesprecherin in Tel Aviv mitteilte. Seit Montag seien rund 60 Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert worden. Israels Luftwaffe griff nach palästinensischen Berichten rund 50 Ziele im Gazastreifen an.

Israel reagierte damit auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen, bei dem am Montag ein Haus nordöstlich von Tel Aviv demoliert worden war. Sieben Menschen erlitten Verletzungen, darunter Kleinkinder. Israels Armee machte die Hamas für den Angriff verantwortlich. Israels Luftwaffe zerstörte daraufhin am Montag drei Gebäude der Hamas in Gaza, darunter das Büro des Hamas-Chefs Ismail Haniya. Bei einer Serie von Angriffen im Gazastreifen seien sieben Palästinenser verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu brach wegen der neuen Eskalation seinen Besuch in den USA ab. Nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump reiste er zurück in die Heimat. (apa, dpa)