Die USA heben derzeit auf Pkw 2,5 Prozent Zoll ein, die EU 10 Prozent. Bei Trucks sind es in den USA 25 Prozent und in der EU 14 Prozent. "Wir hoffen immer noch auf ein Wirtschaftsabkommen, das Zölle auf beiden Seiten senkt", merkte Löwy an. Lichtblick dabei sei, dass es auch in US-Wirtschaftskreisen sowie auch in Trumps Fraktion der Republikaner große Unzufriedenheit mit den Zöllen gebe.

Gefragt zu den Auswirkungen von Zollerhöhungen auf Autos in den USA verwies der Fachmann auf Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) vom Vorjahr: Würden die USA 20 Prozent einheben, würden 120.000 Jobs in der Kfz-Industrie in Europa gefährdet und 3.000 in Österreich. Käme es zu Kfz-Zöllen von 25 Prozent wären es sogar 150.000 in der Union bzw. 5.000 Jobs in Österreich, die in Gefahr gerieten.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström rechnet derzeit nicht damit, dass US-Präsident Donald Trump in dieser Woche Zölle auf Autoimporte aus der EU verhängt. "Die Deadline für die Autozoll-Entscheidung ist der 18. Mai, aber die Frist kann verlängert werden. Und es gibt Signale, dass sie verlängert werden könnte - wegen der Verhandlungen zwischen den USA und China", sagte die Politikerin. Darauf wollten sich die Amerikaner konzentrieren. Sie wies darauf hin, dass EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Trump im vergangenen Jahr vereinbart hätten, dass während der laufenden Verhandlungen keine neuen Zölle verhängt werden. "Wir hoffen, der US-Präsident hält sich daran." Andernfalls sei die EU auf das Schlimmste vorbereitet. (apa)