12. April: Bereits nach einem Tag tritt Ibn Auf zurück. Abdel Fattah al-Burhan wird neuer Anführer des militärischen Übergangsrats. Er hebt die Ausgangssperre auf und verspricht die Übergabe der Macht an eine zivile Regierung binnen zwei Jahren. Die Opposition fordert eine sofortige Übergabe. Der Zeitrahmen der Übergabe an eine zivile Regierung bleibt der Knackpunkt in den Verhandlungen.

14. April: Tausende Demonstranten setzen ihre Sitzblockade vor der Zentrale der Streitkräfte in der Hauptstadt Khartum fort.

17. April: Baschir wird in ein Gefängnis in Khartum verlegt. Er soll aber nicht, an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) ausgeliefert werden  - trotz seines internationalen Haftbefehls wegen Völkermords in Darfur.

20. April: Erste Verhandlungen mit dem regierenden Militärrat über die Machtübergabe an eine Zivilregierung.

21. April: Die Opposition ruft zu Massenprotesten auf und will erst weiter verhandeln, bis alle "Forderungen des Volkes" erfüllt sind.

27. April: Protestbewegung und Militärführung einigen sich auf ein gemischt besetztes Komitee zu Beratungen.

8. Mai: Die Gespräche sind festgefahren, die Protestbewegung droht mit der Ausweitung des Widerstands. Sie wirft dem Militärrat vor, den Übergangsprozesses hin zu einer zivilen Regierung gezielt zu verschleppen.

13. Mai: Einigung auf die Zusammensetzung eines neuen "souveränen Rats", dem militärische und zivile Vertreter angehören sollen. Der gemeinsame Rat, eine Art Übergangsregierung, soll den amtierenden Militärrat ersetzen und maximal drei Jahre lang an der Macht sein.

16. Mai: Die Armee unterbricht die Gespräche über die Bildung einer Übergangsregierung. Die Generäle fordern ein Ende der Straßenblockaden in Khartum.

20. Mai: Die Gespräche über zivile Übergangsregierung werden wieder aufgenommen,  aber erfolglos. Die Opposition ruft zu Protesten und zu einem Generalstreik auf.

31. Mai: Das Militär schließt das Büro des arabischen Fernsehsenders Al-Jazeera in Khartum. Den Journalisten wird die Arbeitserlaubnis entzogen.

3. Juni: Das Militär beginnt, die Protestkundgebung vor dem Armeehauptquartier gewaltsam aufzulösen. Das Oppositionsbündnis spricht von einem "blutigen Massaker".

4. Juni:  Der Militärrat kündigt alle Vereinbarungen mit der zivilen Opposition für eine friedliche Machtübergabe auf. Stattdessen soll in innerhalb von sieben Monaten gewählt werden, teilte der militärische Übergangsrat mit.