5. Juni: Die Vereinten Nationen äußerten sich besorgt: "Es ist sehr wichtig, dass keine exzessive Gewalt eingesetzt wird", heißt es aus dem Büro des Sprecher des UN-Generalsekretärs António Guterres. Die für Todesfälle Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Beim Vorgehen der Armee gegen die Protestbewegung sind im Sudan nach Angaben von sudanesischen Ärzten innerhalb der vergangenen Tagen - seit der gewaltsamen Auflösung der Proteste - rund 100 Menschen getötet worden.

Die Militärführung im Sudan, erklärt sich nach internationalem Druck doch bereit, wieder mit der Opposition zu verhandeln. Diese lehnt zunächst ab.

6. Juni: Der Sudan wird von der Afrikanische Union suspendiert. Bis eine zivile Übergangsregierung eingesetzt werde, ruhe die Mitgliedschaft, teilte die AU mit.

9. Juni: Bei Protesten anlässlich der Kampagne des "zivilen Ungehorsams" im Sudan sind nach Oppositionsangaben vier Menschen getötet worden. Das Zentralkomitee machte die Militärregierung und paramilitärische Truppen für die Todesfälle verantwortlich. Beobachter der Proteste gegen den Militärrat berichteten von Warnschüssen, mit denen Polizisten die Proteste auflösen wollte. Zuvor hatte die Polizei bereits Tränengas eingesetzt.

 14. Juni: Sudans Militärrat räumt "Fehler" bei Räumung von Protestlager ein.

3. Juli: Armee und Demonstranten im Sudan nehmen Gespräche wieder auf. Drei Generäle des regierenden Militärrats und fünf Vertreter der oppositionellen Demonstranten treffen sich in einem Hotel in der sudanesischen Hauptstadt Khartum.

5. Juli: Militär und Opposition einigten sich auf Übergangsregierung im Sudan. Die Generäle und die Allianz für Freiheit und Wandel (ALC) hätten sich auf einen obersten Rat unter "wechselnder" Führung während einer dreijährigen Übergangsphase geeinigt, sagte der Vermittler der Afrikanischen Union auf einer Pressekonferenz.

7. Juli: Sudans Militärrats-Chef bekennt sich zu Einigung mit Protestbewegung. Der regierende Militärrat werde das Abkommen "schützen" und auf dessen Umsetzung achten, sagte der Vorsitzende des Militärrats, General Abdel Fattah al-Burhan, am Samstag in einer Fernsehansprache. Die Endfassung der Einigung wird  noch von einem Expertengremium ausgearbeitet. Die Unterzeichnung wird in der kommenden Woche erwartet.

9. Juli: Der Sudan hat wieder Internet: Der größte Provider schaltet seinen Server wieder an. Das Land hatte ein Monat kein Internet nachdem der Militärrat das Medium "aus Sicherheitsgründen" abgeschalten liess, nach den Massaker bei der Auflösung der Sitzblockade am 3. Juni. Die Opposition hatte sich vorwiegend über das Internet organisiert.

13. Juli: Zehntausende Demonstranten fordern in Sudans Hauptstadt Khartum für Gerechtigkeit für die getöteten Menschen gefordert, die vor mehr als einem Monat den Sicherheitskräften zum Opfer fielen.
17. Juli: Unterzeichnung des Abkommens für die Übergangsregierung.  Ein Vermittler der Afrikanischen Union hatte erklärt, die Vereinbarung sehe einen gemeinsamen "souveränen Rat" aus Vertretern des Militärs und der Protestbewegung vor. Diesem werde zunächst die Armee vorsitzen, bevor ein Oppositionsvertreter übernehme.