Wien/New York. Vor dem UNO-Klimagipfel am kommenden Montag in New York fordert Bundespräsident Alexander Van Bellen nicht nur "rasche und mutige Schritte" im Kampf gegen die Klimakrise. Wie schon im Vorfeld der Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz hat das Staatsoberhaupt auch diesmal eine eigene Initiative für mehr Klimaschutz lanciert, die 32 Staats- und Regierungschefs aus vier Kontinenten unterstützen.

In einer gemeinsamen Erklärung richteten sie - darunter Frank-Walter Steinmeier aus Deutschland, Sergio Mattarella aus Italien und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron - einen "globalen Aufruf" an die internationale Staatengemeinschaft. Diese "und alle Finanzinstitutionen" werden in dem Schreiben aufgefordert, "Investments auf das Erreichen der langfristigen Ziele des Pariser Klimaübereinkommens auszurichten und Investitionen so rasch als möglich aus der fossilen Wirtschaft abzuziehen".

"Die Bewältigung der Klimakrise ist eine Jahrhundertaufgabe", erklärte der österreichische Bundespräsident am Donnerstag, "Wenn wir weitermachen wie bisher, wird aus der Klimakrise eine Klimakatastrophe, die die Lebensqualität für uns Menschen auf diesem Planeten drastisch verschlechtern wird."

Laut Van der Bellen ist es aber noch nicht zu spät. "Wir wissen, was zu tun ist und wie wir es tun können", betonte der Bundespräsident. "Wir müssen klimaneutral werden, also aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas aussteigen."

Van der Bellen wird am Freitag gemeinsam mit Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein und Umweltministerin Maria Patek zur UNO-Generalversammlung aufbrechen. In New York wird er am Wochenende gemeinsam mit der Salzburger "Fridays For Future-Aktivistin" Anika Dafert am Jugend-Klimagipfel teilnehmen.

Klimaproteste am Freitag

Schon für Freitag hat "Fridays For Future" erneut zu einer großen Protestaktion aufgerufen. So sind österreichweit in zahlreichen Städten und Gemeinden Kundgebungen geplant, in vielen anderen Ländern wollen die Schüler ebenfalls auf die Straße gehen. In New York will Greta Thunberg, die 16-jährige Initiatorin der mittlerweile globalen Jugendbewegung, die Demonstrationen anführen.