Van Hollen, aber auch Graham übten harsche Kritik an US-Präsident Donald Trump. Trump hatte US-Truppen aus dem nordsyrischen Grenzgebiet abgezogen und Erdogan damit den Weg für den Einmarsch geebnet. Kritiker warfen Trump vor, die Kurdenmilizen im Stich zu lassen, die die Verbündeten der US-Streitkräfte im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) waren.

Graham - der eigentlich ein enger Vertrauter des republikanischen Präsidenten ist - schrieb: "Betet für unsere kurdischen Verbündeten, die von der Trump-Regierung schamlos im Stich gelassen wurden. Dieser Schritt stellt die Rückkehr des IS sicher." Van Hollen meinte: "Der IS feiert Trumps Verrat." Trump hatte argumentiert, er wolle die US-Truppen aus den "endlosen Kriegen" zurückziehen.

Der Nordosten Syriens wird seit Jahren von der kurdischen Demokratischen Union und der YPG-Miliz als ihrem militärischen Arm kontrolliert. Die Türkei betrachtet die Präsenz der Kurdenmiliz an ihrer Grenze als Bedrohung, da sie eng mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden ist. Seit 2016 ging Ankara bereits zwei Mal gegen die YPG vor. (apa, afp, dpa, reuters)