In der Türkei sind seit Beginn der türkischen Offensive 186 Menschen unter dem Vorwurf der "Propaganda für eine Terrororganisation" in den sozialen Netzwerken festgenommen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch. Gegen 24 sei Untersuchungshaft verhängt worden. Wie bei den beiden früheren Offensiven gegen die syrische Kurdenmiliz 2016 und 2018 geht die türkische Justiz mit großer Härte gegen Kritiker vor.

Kritik von Nationalratsparteien

In Österreich haben SPÖ, FPÖ, NEOS und Liste JETZT von der Bundesregierung eine schärfere Verurteilung des türkischen Vorgehens in Nordsyrien sowie mehr Einsatz für ein Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara gefordert. Beim EU-Hauptausschuss des Nationalrats verwiesen die Parteien am Mittwoch auf einen entsprechenden Antrag vom Juni, der einen Abbruch der EU-Verhandlungen mit der Türkei fordert. (apa, dpa, afp)