Die Regierung von US-Präsident Donald Trump steigt zwar aus dem Pariser Klimaabkommen aus, entsendet aber dennoch eine Delegation zur UN-Klimakonferenz in Madrid. Die US-Delegation solle in Madrid dafür sorgen, dass "die amerikanischen Interessen gewahrt" werden, erklärte das Außenministerium in Washington am Samstag.

Die US-Delegation in Madrid wird den Angaben zufolge von der Leiterin der Abteilung für Ozeane, internationale Umwelt- und Wissenschaftsangelegenheiten, Marcia Bernicat, geleitet. Zu der Delegation sollen auch Vertreter des Finanzministeriums, des Landwirtschaftsministeriums und verschiedener Umwelt- und Entwicklungsbehörden zählen.

Konferenz startet am Montag

Die 25. UN-Klimakonferenz findet von 2. bis 13. Dezember in Madrid statt. Nach Angaben der spanischen Regierung werden rund 25.000 Teilnehmer aus fast 200 Ländern und 1500 Journalisten erwartet.

Am 4. November setzte Trumps Regierung den Prozess zum Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen in Gang. Washington informierte die UNO schriftlich über den geplanten Austritt. Formal kann der Ausstieg aber erst am 4. November 2020 erfolgen - einen Tag nach der nächsten US-Präsidentschaftswahl. (apa)