Reporter der Nachrichtenagentur Bloomberg des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Michael Bloomberg sollen keinen Pressezugang zu den Wahlkampfveranstaltungen von Amtsinhaber Donald Trump erhalten. Der Wahlkampfmanager des Republikaners, Brad Parscale, erklärte am Montag, Bloomberg News habe "ihre Parteilichkeit offen bekanntgegeben".Daher werde sie keine Akkreditierung für Trumps Wahlkampfauftritte erhalten. Ob Anfragen von Bloomberg-Journalisten beantwortet würden, solle von Fall zu Fall entschieden werden.

Bloomberg-Chefredakteur John Micklethwait wies den Vorwurf als unwahr zurück. Bloomberg News habe stets "fair und unvoreingenommen" über Trump berichtet, seit dieser 2015 Präsidentschaftskandidat geworden sei. 

Der zig-fache Milliardär und  frühere New Yorker Bürgermeister Bloomberg hatte Ende November seine Bewerbung für die Kandidatur der Demokraten angekündigt. Die Agentur Bloomberg hatte daraufhin erklärt, man werde die kritische Berichterstattung über alle demokratischen Kandidaten - darunter auch über ihren 77-jährigen Gründer - einstellen. Dies Regelung gelte jedoch nicht für Trump. Im Februar beginnen in den USA die Vorwahlen zu der eigentlichen Präsidenten-und Kongresswahl Anfang November 2020.