Bei Protesten gegen ein neues Staatsbürgerschaftsgesetz sind in Indien sechs Menschen getötet worden. Laut den Behörden des Bundesstaates Assam starben dass vier Menschen durch Polizeikugeln und zwei weitere bei einer Schlägerei sowie beim Abbrennen eines Geschäftes.

Rund 5.000 Menschen gingen am Sonntag in der Stadt Guwahati auf die Straße und protestierten gegen das Gesetz, das Vereinfachungen bei der Einbürgerung von Einwanderern aus Bangladesch, Pakistan und Afghanistan vorsieht, die vor 2015 ohne gültige Papiere ins Land gekommen sind. Muslime würden jedoch ausgeschlossen, so die Kritiker, die der hinduistisch-nationalistischen Partei BJP von Premierminister Narendra Modi vorwerfen, die 200 Millionen Muslime im Land zu diskriminieren. Vor dem Obersten Gerichtshof Indiens wurde ein Prozess gegen das neue Gesetz angestrengt. Ungeachtet dessen verabschiedete das Oberhaus vergangenen Mittwoch das Einwanderungsgesetz. (apa/afp)