Das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" hat auf dem Mittelmeer vor Libyen 78 Migranten und Flüchtlinge aufgenommen. Die Menschen seien in zwei unterschiedlichen Aktionen geborgen worden, sagte eine Sprecher der Hilfsorganisation Sea-Eye am Samstag. An Bord seien mehrere Kinder, das jüngste sechs Monate alt. Drei Menschen seien stark dehydriert gewesen.

Auch das Rettungsschiff "Ocean Viking" nahm vor Libyen weitere Menschen auf. 151 Migranten seien nun an Bord, teilten Ärzte ohne Grenzen mit.

Derzeit müssen Rettungsschiffe nicht mehr allzu lange auf dem Mittelmeer warten, bevor sie in Italien anlegen durften. Deutschland und andere Staaten hatten sich im Voraus bereit erklärt, Geflüchtete von den Schiffen zu übernehmen. Der frühere, rechte italienische Innenminister Matteo Salvini hatte Rettungsschiffen die Einfahrt in italienische Häfen gänzlich untersagt bzw. diese erst nach langer Blockade auf dem Meer gewährt. (apa, dpa)