Die demokratische US-Senatorin Amy Klobuchar steigt Medienberichten zufolge aus dem Präsidentschaftsrennen aus. Mehrere US-Sender berichteten am Montag übereinstimmend, die 59-jährige Mitte-Politikerin werde ihren Wahlkampf einstellen und sich hinter Ex-Vizepräsident Joe Biden stellen. Der Schritt erfolgt unmittelbar vor dem sogenannten Super-Dienstag, bei dem in 14 Bundesstaaten gewählt wird.

Klobuchar hatte bei den bisherigen Vorwahlen schwach abgeschnitten. Ihr bestes Ergebnis war ein überraschender dritter Platz bei der Vorwahl in New Hampshire Mitte Februar.

Die Senatorin gilt als bodenständige Vertreterin der politischen Mitte, die unter anderem im umkämpften Mittleren Westen hätte punkten könnten. Sie konnte sich aber nicht gegen die anderen moderaten Kandidaten wie Biden durchsetzen. Am Sonntag war bereits der frühere Bürgermeister Pete Buttigieg - ebenfalls ein Vertreter der politischen Mitte - aus dem Präsidentschaftsrennen ausgestiegen.

Buttigieg erklärt seine Unterstützung für Biden

Buttigieg hat seine Unterstützung für den früheren Vizepräsident Joe Biden erklärt. Er sei "begeistert", nun die Bewerbung Bidens zu unterstützen, sagte Buttigieg am Montag (Ortszeit) bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem früheren Vizepräsidenten im texanischen Dallas.

Buttigieg appellierte an alle seine Anhänger, sich jetzt hinter Biden zu stellen. Er hatte als Konsequenz aus seiner schweren Schlappe bei den Vorwahlen am vergangenen Samstag im Bundesstaat South Carolina das Handtuch geworfen.

Klobuchar und Buttigieg gehören wie der Ex-Vizepräsident dem moderat-pragmatischen Flügel der Demokraten an. Biden will sich als zentraler Gegenspieler von Sanders positionieren und dürfte vom Rückzug Buttigiegs und Klobuchars profitieren.

Sanders klar vorne

Die Umfragen zum "Super Tuesday" sahen allerdings zuletzt den linksgerichteten Senator Bernie Sanders klar vorne. Sanders zieht demnach unter anderem als Favorit in die Vorwahlen im bevölkerungsreichen Bundesstaat Kalifornien. Am "Super Tuesday" finden Vorwahlen in 14 Bundesstaaten statt. Dabei wird rund ein Drittel der Delegiertenstimmen für den Parteitag im Juli vergeben, bei dem die Demokraten den Herausforderer oder die Herausforderin von Präsident Donald Trump offiziell nominieren werden. (apa, afp)