Durch die Coronavirus-Pandemie sind in den USA binnen 24 Stunden mehr als 100 Menschen gestorben. Damit stieg die Zahl der Corona-Todesopfer in den Vereinigten Staaten auf 389, wie aus einer Aufstellung der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgeht.

Die meisten Todesopfer wurden demnach in den Bundesstaaten New York (114), Washington (94) und Kalifornien (28 Tote) registriert. Landesweit steckten sich mehr als 32.000 Menschen mit dem neuartigen Coroanavirus an.

Rund 100 Mio US-Bürger sollen Häuser nicht verlassen

Nahezu jeder dritte US-Amerikaner ist am Sonntag von den Behörden dazu aufgefordert, seine vier Wände nicht zu verlassen. Die Bundessaaten Ohio und Louisiana schließen sich den Beschränkungen an, die zuvor schon New York, Kalifornien, Illinois, Connecticut und New Jersey erlassen haben. In den Bundesstaaten leben insgesamt rund 100 Millionen US-Bürger. In den USA gelten nach Reuters-Zählungen bis Sonntagmittag rund 33.000 Personen als infiziert, mehr als 400 sind an dem Virus gestorben.

Wegen der Corona-Krise ringt der US-Kongress derzeit um ein gigantisches Hilfspaket für Bürger und Unternehmen im Umfang von mehr als einer Billion Dollar (934 Milliarden Euro). Nachdem am Samstag (Ortszeit) der Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, verkündet hatte, die Unterhändler von Republikanern und Demokraten seien einem Kompromiss "sehr nahe" gekommen, gerieten die Verhandlungen am Sonntag offenbar wieder ins Stocken. McConnell verschob eine erste Abstimmung über das Hilfspaket um drei Stunden auf 18.00 Uhr (Ortszeit, 23.00 Uhr MEZ).

Ein abschließendes Votum des Senats ist für Montag geplant. Danach muss noch das von den Demokraten dominierte Repräsentantenhaus zustimmen, bevor US-Präsident Donald Trump mit seiner Unterschrift die Umsetzung des Hilfspakets in Gang setzen kann.

McConnells Entwurf sieht unmittelbare Finanzhilfen für die Bürger in Höhe von 1200 Dollar pro Erwachsenen, rasche Hilfen für kleine Unternehmen im Umfang von 300 Milliarden Dollar und Milliardenhilfen für die von der Coronavirus-Krise schwer getroffene Luftfahrtbranche und weitere Wirtschaftszweige vor. Das neue Programm wäre bereits das dritte US-Hilfspaket gegen die Folgen der Pandemie.

Die Demokraten meldeten jedoch Nachbesserungsbedarf an. Sie forderten eine stärkere Unterstützung von Arbeitnehmern und höhere Finanzhilfen für Privathaushalte.(apa/reuters/dpa)