Im Streit um die Autonomie Hongkongs verhängen die USA Visarestriktionen gegen führende Mitglieder von Chinas kommunistischer Partei. Die Maßnahme richte sich gegen frühere und derzeitige Parteivertreter, die an der "Untergrabung" von Hongkongs Autonomie beteiligt seien, erklärte US-Außenminister Mike Pompeo am Freitag.

Wen genau die Strafmaßnahmen treffen, erklärte der Minister nicht. Pompeo hatte erst am Donnerstag in einer Videokonferenz des "German Marshall Fund" auf eine härtere Gangart gegenüber China gedrängt, an der sich auch die EU beteiligen solle. Es gehe "um eine Reihe von kollektiven Antworten, um die Freiheiten zu schützen, die die chinesische Kommunistische Partei jeden Tag zu untergraben versucht", so Pompeo.

Seit der Rückgabe an China im Jahr 1997 wird Hongkong nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" unter Chinas Souveränität autonom regiert. Anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik genießen die sieben Millionen Hongkonger weitgehende Rechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Inzwischen fürchten sie aber, dass ihre Freiheiten zunehmend eingeschränkt werden. (apa/afp/dpa)