Brüssel. Die EU will das im Zuge der Coronakrise verhängte Einreiseverbot für 15 Drittstaaten aufheben. Darunter soll auch China sein, wenn Peking im Gegenzug auch EU-Bürger wieder einreisen lässt. Darauf verständigten sich die EU-Botschafter am späten Freitagabend, wie es in diplomatischen Kreisen hieß.

Die Liste der Länder, für die das Einreiseverbot der EU fallen soll, umfasst Algerien, Australien, Kanada, Georgien, Japan, Montenegro, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Serbien, Südkorea, Thailand, Tunesien, Uruguay und China. Ausgangspunkt der Beratungen war, dass es für Länder ab Juli Lockerungen geben soll, die eine ähnliche Infektionsrate wie die Staaten der Europäischen Union aufweisen, hieß es aus informierten Kreisen in Brüssel.

Damit der Beschluss in Kraft treten kann, müssen bis zum heutigen Samstagabend um 18.00 Uhr alle 27 EU-Staaten im schriftlichen Verfahren zustimmen. Dies sei nötig, da viele Delegationen noch grünes Licht aus ihren Hauptstädten brauchten, hieß es.