Gaza. Wenige Stunden nach dem Abschuss einer Rakete aus dem Gazastreifen in Richtung Israel haben israelische Panzer Stellungen der radikalislamischen Hamas beschossen. Samstag früh seien militärische Positionen der Hamas im Süden des Gazastreifens angegriffen worden, hieß es aus palästinensischen Sicherheitskreisen und von der israelischen Armee.

Seit dem 6. August greift die israelische Armee beinahe täglich Ziele im Gazastreifen an, aus dem immer wieder Brandballons und seltener auch Raketen auf israelisches Gebiet fliegen. Die Rakete vom Freitagabend löste im Süden Israels Alarmsirenen aus, bevor sie von dem israelischen Raketenabwehrsystem "Iron Dome" abgefangen wurde. Sie richtete keinen Schaden an. Auch bei dem israelischen Beschuss durch Panzer, der nach Informationen aus Sicherheitskreisen in Gaza Beobachtungsposten östlich von Rafah und Khan Yunis traf, gab es keine Verletzten.

Die Spannungen zwischen der Hamas und Israel haben zuletzt wieder massiv zugenommen. Laut israelischen und palästinensischen Sicherheitskreisen gab es bei den gegenseitigen Angriffen der vergangenen Wochen zwar einige Verletzte, bisher aber noch keine Toten.

Als Reaktion auf die Angriffe aus dem Gazastreifen blockiert die israelische Marine die Ausfahrt für Fischer aus dem Gazastreifen aufs Mittelmeer. Außerdem hat die israelische Regierung den einzigen Grenzübergang für Waren geschlossen. Das einzige Stromkraftwerk im Gazastreifen musste deshalb wegen Brennstoffmangels am Mittwoch herunterfahren. Seit die Hamas im Jahr 2007 die Kontrolle über den Gazastreifen übernommen hat, wurden bereits drei Kriege geführt. (apa/afp)