Hacker aus Russland und China haben nach Angaben des US-Unternehmens Microsoft zuletzt gezielte Cyberangriffe im Zusammenhang mit der anstehenden Präsidentschaftswahl verübt. Die Attacken hätten auf Mitarbeiter aus den Wahlkampflagern von Präsident Donald Trump sowie dem Herausforderer der Demokraten, Joe Biden, gezielt und seien vereitelt worden, teilte Microsoft am Donnerstag mit.

"In den vergangenen Wochen hat Microsoft Cyberangriffe entdeckt, die auf Personen und Organisationen abzielen, die an den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen beteiligt sind", erklärte Microsofts Vizepräsident Tom Burt. Es verdeutliche, dass "ausländische Gruppen ihre Bemühungen im Hinblick auf die Wahlen im Jahr 2020 wie erwartet verstärkt haben". Dies stehe im Einklang mit dem, was die US-Regierung und andere Kreise berichtet hätten.

Spuren führen nach Russland und China

Das Unternehmen gab an, 200 Angriffe entdeckt zu haben, die mit russischen Hacker-Gruppen in Verbindung stehen. Aus China habe es erfolglose Attacken gegeben, die unter anderem direkt auf Biden zielten.

Burt verwies etwa auf eine russische Hackergruppe, die bereits auf die Präsidentenwahl 2016 habe Einfluss nehmen wollen. Sie habe im vergangenen Jahr probiert, in Accounts von politischen Beratern von Demokraten und Republikanern sowie von Expertengruppen und Denkfabriken einzudringen. Namen nannte Burt nicht.

Von offiziellen Vertretern der drei genannten Länder waren keine Stellungnahmen zu bekommen. Die Wahlkampfteams Bidens und Trumps erklärten, sich der Spionage-Versuche bewusst zu sein. (apa, afp)