Neun Tage nach der Präsidentschaftswahl werden in den USA weiter Stimmen ausgezählt. Bei der Aktualisierung der Ergebnisse in einzelnen Bundesstaaten kam es am Donnerstag nur zu kleinen Verschiebungen der bisher absehbaren Mehrheitsverhältnisse.

Insgesamt steht der demokratische Kandidat Joe Biden als Wahlsieger fest, mit 279 Stimmen für die Wahlversammlung im Dezember. Für die Mehrheit reichen 270 dieser Wahlleute. Trump hat bisher 217 Wahlleute hinter sich. Hier ein Überblick zu den vorläufigen Ergebnissen in denjenigen US-Staaten, die noch ohne Entscheidung oder besonders umstritten sind.

Georgia

Der Staat im Südosten hat 16 Stimmen für die Wahlversammlung zu vergeben. Bidens Vorsprung stabilisierte sich am Donnerstag auf gut 14.000 Stimmen. Das bedeutet 49,5 Prozent für Biden und 49,2 Prozent für Amtsinhaber Donald Trump. Mit Blick auf das knappe Ergebnis hat die Regierung in diesem US-Staat bereits eine Neuauszählung aller Stimmen per Hand angekündigt. Bei Nachzählungen im Anschluss an vergangene Präsidentschaftswahlen kam es bisher höchstens zu Änderungen im dreistelligen Bereich.

North Carolina

Der Staat an der Ostküste entsendet 15 Wahlleute. Hier führte Trump mit rund 73.300 Stimmen Vorsprung und hielt einen Anteil von 50,0 Prozent. Biden hatte 48,7 Prozent.

Arizona

In dem Staat im Südwesten der USA geht es um 11 Wahlleute. Der zu Beginn der Auszählung deutliche Vorsprung für Biden schrumpfte am Donnerstag weiter auf zuletzt 11.635 Stimmen. Das sind 49,4 Prozent für Biden und 49,1 Prozent für Trump. Die Nachrichtenagentur AP und der TV-Sender Fox hatten in Arizona bereits in der Wahlnacht eine Entscheidung für Biden gemeldet, andere Medien blieben dagegen zurückhaltend.

Nevada

In dem Staat mit der Entertainment-Metropole Las Vegas sind sechs Stimmen zu vergeben, die nach Meldungen von US-Medien Biden bekommt. Dessen Vorsprung wuchs am Mittwoch auf mehr als 36.800 Stimmen. Der gewählte US-Präsident kam dort auf einen Anteil von 50,2 Prozent, Trump verfehlte die Mehrheit mit 47,5 Prozent. (apa)