Mit einem weltweiten "Briefmarathon" will die Menschenrechtsorganisation Amnesty International in der Vorweihnachtszeit für Menschenrechtsaktivisten in Chile, Burundi, Saudi-Arabien und der Türkei mobilisieren. Bis zum 13. Dezember sollen Unterstützer mit Briefen, E-Mails, Tweets, Facebook-Posts und Postkarten Freiheit und Gerechtigkeit für die Aktivisten fordern, teilte Amnesty am Montag zum Auftakt der Aktion mit.

"Mit dem Briefmarathon fordern Hunderttausende weltweit gemeinsam mit Amnesty Verantwortliche in Chile, Burundi, Saudi-Arabien und der Türkei auf, ihre menschenverachtende Politik zu ändern", sagte Annemarie Schlack, Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich, laut Aussendung. Die Menschenrechtsorganisation fordert die Freilassung von gewaltlosen politischen Gefangenen und das Ende der Verfolgung von Menschenrechtsaktivisten.

Den Fokus setzt Amnesty heuer auf folgende Aktivisten:

Gustavo Gatica wurde bei Protesten in Chile so schwer von Gummi- und Metallgeschossen der Polizei verletzt, dass er erblindete. Gustavo Gatica wurde bei Protesten in Chile so schwer von Gummi- und Metallgeschossen der Polizei verletzt, dass er erblindete. Germain Rukuki wurde in Burundi zu 32 Jahren Haft verurteilt. Er sei nur im Gefängnis, weil er sich für Menschenrechte und gegen Folter eingesetzt habe.

Nassima al-Sada ist seit über zwei Jahren im Gefängnis, weil sie sich für Frauenrechte in Saudi-Arabien einsetzt. Den LGBTIQ-Aktivisten Melike Balkan und Özgür Gür drohen in der Türkei bis zu drei Jahre Gefängnis. (apa)