Ein Drittel der Weltbevölkerung hat bisher keine finanzielle Unterstützung seit Beginn der Corona-Pandemie bekommen. Laut Bericht der Hilfsorganisation Oxfam haben 2,7 Milliarden keine Hilfeleistung bekommen. Auch klafft hier die Lücke zwischen Arm und Reich wie nie zuvor.

Laut Studie wurden 11,7 Billionen Dollar an Hilfsgeldern an 36 wohlhabende Nationen ausgegeben, während 59 ärmere Länder nur 42 Milliarden an Entschädigungszahlungen bekamen. Ein Großteil von Unterstützungsprogrammen bestanden in diesen Ländern nur aus einmaligen Zahlungen, längerfristige Programme gab es nur in etwa 15 Ländern. Reiche Nationen gaben 695 Dollar pro Person aus, währenddessen die Menschen in armen Ländern nur zwischen 4 und 28 Dollar bekamen."Die Pandemie hat die Welt in ihrer Angst geeint, aber was die Unterstützung betrifft noch stärker getrennt", hieß es von Gabriela Bucher von Oxfam.

Zwar habe die Pandemie lobenswerte Bemühungen rund um den Globus ausgelöst und zumindest zu Beginn des Jahres 2020 eine Milliarde Menschen mit sozialer Schutzunterstützung erreicht, aber dennoch seien zu viele Menschen völlig zurückgelassen worden, so Bucher. Nach wie vor haben bis zu vier Milliarden Menschen in keinster Weise keinen sozialen Schutz.

In dem Bericht wurde festgestellt, dass zwar viele Entwicklungsländer in der Lage waren, nichtfinanzielle Hilfe wie die Nahrungsmittelhilfe zu mobilisieren, jedoch die Bevölkerung in formellen Sozialschutzsystemen häufig "unzureichend" ausgestattet haben.

In einem separaten Bericht stellten die Vereinten Nationen fest, dass einer von 33 Menschen im Jahr 2021 humanitäre Hilfe benötigen wird, um die Grundbedürfnisse wie Nahrung, Wasser und sanitäre Einrichtungen zu decken. Dies entspricht einer Steigerung von 40 Prozent gegenüber dem Jahr 2020. (reuters, red.)