Der einflussreiche Mehrheitsführer der US-Republikaner im Senat, Mitch McConnell, hat dem Demokraten Joe Biden zu seinem Sieg bei der Präsidentenwahl gratuliert. McConnell äußerte sich am Dienstag im US-Senat, nachdem Bidens Wahlsieg am Montag durch die Wahlleute eindeutig bestätigt worden war.

McConnells Anerkennung von Bidens Wahlsieg hat besondere Bedeutung, weil sich sein Parteifreund Trump noch immer weigert, das Ergebnis der Wahl und seine Niederlage öffentlich anzuerkennen. Bisher hatten erst wenige Republikaner im US-Kongress Biden öffentlich zum Sieg gratuliert.

Davor hatte Biden den republikanischen Noch-Amtsinhaber aufgefordert,  seine Niederlage endlich zuzugeben. Biden verwies darauf, dass er 306 der 538 Wahlleute-Stimmen bekam - ebenso viele wie Trump vor vier Jahren, als dieser von einem "Erdrutschsieg" gesprochen hatte.

"Respektvoller Vorschlag" Bidens

"Nach seinen eigenen Maßstäben haben diese Zahlen damals einen klaren Sieg dargestellt, und ich schlage respektvoll vor, dass Sie das auch jetzt tun", so Biden. Die feierliche Amtsübergabe ist für den 20. Jänner geplant. Nach der Entscheidung der Wahlleute gratulierten nun auch der russische Präsident Wladimir Putin und Polens Staatsoberhaupt Andrzej Duda dem künftigen US-Präsidenten Biden.

Im Unterschied zu vielen anderen Staats- und Regierungschefs hatten sie lange gewartet. Putin schrieb, ungeachtet aller Differenzen könnten Russland und die USA gemeinsam zur Lösung vieler Fragen und Herausforderungen in der Welt beitragen. Moskau und Washington hätten besondere Verantwortung für Sicherheit und Stabilität in der Welt.