Der Bürgermeister von Bethlehem, Anton Salman, beklagt anhaltende Ungerechtigkeit für die Palästinenser. Bethlehem, "eine Stadt, die für eine universale Botschaft der Hoffnung und des Friedens steht, wurde zu einem Symbol der Apartheid gemacht", so Salman in seiner in örtlichen Medien verbreiteten Weihnachtsbotschaft, wie die Kathpress am Sonntag berichtete.

Israel setze durch den Siedlungsbau seine Politik einer "Strangulierung Bethlehems" fort und beende damit jede Möglichkeit eines zusammenhängenden Palästinenserstaates. Gleichzeitig gehe die Stadt durch eine tiefe Wirtschaftskrise. Die israelische Besatzung verwehre einen souveränen Zugang zu natürlichen Ressourcen und internationalen Grenzen, die zu den grundlegenden Komponenten einer jeden Wirtschaft gehöre. Hinzu komme "das Ende des Tourismus, ob ausländisch oder einheimisch durch die Covid-19-Pandemie", so Salman. Bethlehem bezeichnete er als eine Stadt mit enormem Potenzial.

Bethlehems Bürgermeister rief die neu gewählte US-Regierung auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die von Donald Trump verursachten Schäden für die Palästinenser umzukehren. Das schließe eine Absage an Trumps Nahost-Plan ein. Der Weg zu einer florierenden Zukunft müsse über ein Ende "illegaler israelischer Kolonialisierung" gehen.(apa)