Nun ist US-Heimatschutzminister Chad Wolf doch zurückgetreten. Nach der Erstürmung des US-Kapitols hat der amtierende US-Heimatschutzminister Chad Wolf am Donnerstag Präsident Donald Trump "angefleht", die Gewalt nachdrücklich zu verurteilen. Die Gewalt sei "tragisch und widerlich" gewesen, erklärte Wolf. Das Vorgehen einiger Anhänger des Präsidenten sei "inakzeptabel". Trump und alle Politiker müssten dies deutlich verurteilen, forderte er.

Wolf galt bisher als extrem loyaler Gefolgsmann Trumps - nicht zuletzt bei den Bemühungen, die Einwanderung zu beschränken und den Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko voranzutreiben. Zuerst erklärte Wolf noch, er werde "bis zum Ende" der Amtszeit der Regierung weiter die Geschäfte führen, um sich für die Sicherheit des Landes einzusetzen und die geordnete Übergabe der Amtsgeschäfte an die Regierung des Demokraten Joe Biden zu unterstützen. Nun hat er es sich offenbar anders überlegt - und das obwohl die Sicherheitslage wenige Tage vor der Inauguration von Joe Biden in Washington, D.C. als extrem angespannt gilt und das FBI vor weiteren möglicherweise bewaffneten Ausschreitungen und Angriffen auf Regierungsinstitutionen warnt. (apa, dpa, reuters)