Im Zentrum von Somalias Hauptstadt Mogadischu hat am Sonntag ein Selbstmordanschlag auf ein Hotel mindestens 17 Tote gefordert. Ein Attentäter in einem Auto habe sich vor dem Eingang des Hotels Afrik in die Luft gesprengt, berichteten Repogefordert. Ein Attentäter in einem Auto habe sich vor dem Eingang des Hotels Afrik in die Luft gesprengt, berichteten Reporter. . Nach der Explosion sei es zu Schüssen gekommen. Angreifer hätten das Hotel vermutlich gestürmt, sagte ein Polizist, Ali Hassan. Demnach sollen mehr als neun Menschen getötet worden sein. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür aber nicht.

Al-Shabab unter Verdacht

Reporter der Nachrichtenagenturen dpa und Reuters berichteten, dass weiterhin Schüsse zu hören gewesen seien. Mehrere Krankenwagen seien angekommen, um Verletzte abzutransportieren. Wer hinter dem Angriff steckte, war zunächst unklar. Allerdings verübt die sunnitische Terrormiliz Al-Shabaab in Somalia immer wieder Anschläge. Oft hat sie es dabei auf Hotels abgesehen, in denen sich Politiker, Sicherheitskräfte, aber auch normale Zivilisten treffen.

Die mit Al-Kaida verbündete Al-Shabaab kämpft seit mehr als einem Jahrzehnt für die Errichtung eines islamistischen Staates in dem armen Land am Horn von Afrika und kontrolliert weite Teile des Südens und Zentrums. Die Lage in Somalia ist noch immer fragil. Das Land war nach dem Sturz des autoritär herrschenden Präsidenten Siad Barre 1991 lange geprägt von Bürgerkrieg, Korruption und Staatszerfall. Der Einsatz internationaler Friedenstruppen seit 2008 trägt dazu bei, Regierungsstrukturen zu schaffen und das Militär zu reformieren. Am 8. Februar findet in Somalia eine Präsidentenwahl statt.