Der Iran wirft den USA vor, mit ihrem Luftangriff auf Milizen im Osten Syriens den Terrorismus in der Region zu befördern. Das jüngste Vorgehen der USA führe dazu, dass nun der Islamische Staat seine Aktivität verstärke und ausweite, sagte der Sekretär des iranischen Nationalen Sicherheitsrates, Ali Shamkhani, am Samstag.

"Der Angriff auf die Anti-Terror-Widerstandkräfte ist der Beginn einer neuen Runde des organisierten Terrorismus", zitierte die halbstaatliche Nachrichtenagentur Nour Shamkhani. Der Iran werde sich dem entgegenstellen, sagte Shamkhani ohne weitere Details zu nennen. Er äußerte sich dem Bericht zufolge gegenüber dem irakischen Außenminister Fuad Hussein, der sich zu Beratungen im Iran aufhielt. Die US-Luftwaffe hatte nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums Stellungen von Milizen angegriffen, die vom Iran unterstützt wurden.

Die Angriffe hätten mehrere Einrichtungen an einem Kontrollpunkt an der Grenze zwischen Irak und Syrien zerstört. Dieser sei von einer Reihe militanter Gruppen genutzt worden, die Unterstützung vom Iran erhielten, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Unter diesen Gruppen seien die Kata'ib Hisbollah und die Kata'ib Sayyid al-Shuhada. Die Kata'ib Hisbollah ist einer der wichtigsten Milizen im Irak, die Verbindungen zum Iran unterhält. Nach US-Angaben ist der Luftangriff eine Reaktion auf Raketenangriffe auf US-Ziele im Irak, die solchen Milizen zugeschrieben werden.

Am 15. Februar waren bei einem Angriff auf einen US-Militärstützpunkt auf dem Flughafen im nordirakischen Erbil ein ziviler Mitarbeiter getötet und mehrere Menschen verletzt worden, darunter ein US-Soldat. Die kaum bekannte Gruppe Saraya Awliya al-Dam, der Verbindungen zum Iran nachgesagt werden, reklamierte diesen Angriff für sich. (apa/reuters)