Angesichts der wachsenden Zahl von Corona-Impfungen in den USA lockert die Gesundheitsbehörde CDC die Beschränkungen sozialer Kontakte. Nach neuen Empfehlungen, die am Montag veröffentlicht wurden, können voll geimpfte Menschen in geschlossenen Räumen in kleinen privaten Runden wieder ohne Maske und ohne Mindestabstand zusammenkommen.

Auf gleiche Weise können sie sich auch mit Ungeimpften treffen, sofern diese nicht zu einer Risikogruppe gehören - etwa wegen ihres Alters oder einer Vorerkrankung. CDC-Direktorin Rochelle Walensky betonte zugleich, in der Öffentlichkeit werde nach wie vor für alle - Geimpfte und Ungeimpfte - dringend empfohlen, Maske zu tragen, Abstand zu halten und größere Menschenansammlungen zu meiden. Auch sei von nicht unbedingt nötigen Reisen abzusehen. Etwa 59 Millionen Menschen in den USA haben der Behörde zufolge mindestens eine Impfdosis erhalten, etwa 31 Millionen bereits zwei Impfdosen. Die USA haben annähernd 330 Millionen Einwohner.

2,2 Millionen Impfdosen pro Tag

Andy Slavitt, ranghoher Corona-Berater aus dem Weißen Haus, sagte, zuletzt seien pro Tag im Schnitt 2,2 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Am Samstag seien es sogar 2,9 Millionen Dosen gewesen - der bisher höchste Tageswert. In den Vereinigten Staaten sind bisher drei Impfstoffe erhältlich. Die Impfstoffe der Unternehmen Moderna sowie Pfizer/Biontech werden in je zwei Dosen verabreicht. Beim Stoff der Firma Johnson & Johnson reicht eine Spritze. Als voll geimpft gelten Menschen zwei Wochen nach der letzten erforderlichen Impfung.

Walensky sagte, bei den neuen Empfehlungen handle es sich um einen "wichtigen ersten Schritt". Mit dem Fortschreiten des Impfprogramms sollten die Empfehlungen nach und nach angepasst werden. Die Lage sei weiter "sehr ernst". Angesichts der Fortschritte bei den Impfungen beginne das Land aber, über den Berg zu kommen.