Neuseeland gilt wegen extrem strenger Maßnahmen und genauer Kontaktverfolgungen als Musterland in der Corona-Krise. Im 4,8 Millionen Einwohner zählenden Inselstaat wurden bisher nur rund 2.500 Fälle verzeichnet, 26 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. In fast allen Bereichen des Lebens herrscht dementsprechend auch schon Normalität. Die Neuseeländer gehen in Cafés, feiern Grillpartys im Freundeskreis und besuchen große Sportveranstaltungen ohne Maske.

Fast genauso erfolgreich im Kampf gegen die Pandemie ist Australien. Die Behörden in Down Under bestätigten bisher rund 29.000 Fälle und 909 Todesopfer bei einer Bevölkerung von mehr als 25 Millionen Menschen.

"travel bubble"

Seit Neuseeland und Australien im März 2020 ihre Grenzen für Reisenden nahezu lückenlos geschlossen haben, ist dementsprechend auch immer wieder über eine gemeinsame Reisezone für die Bürger beide Staaten diskutiert worden. Doch lokale Ausbrüche vor allem in Australien verhinderten immer wieder die Umsetzung der sogenannten Reise-Blase ("travel bubble").

Nun soll es aber bald soweit sein: Ab dem 19. April dürfen Menschen in Neuseeland und Australien wieder zwischen beiden Ländern reisen ohne anschließend in Quarantäne zu müssen. Neuseelands Ministerpräsidentin Jacinda Ardern bezeichnete den Schritt am Dienstag als "den Beginn eines neuen Kapitels". Es sei sehr schwer für viele Menschen gewesen, ihre Freunde und Familien in Australien ein Jahr lang nicht sehen zu können. In Australien leben knapp 570.000 Menschen, die in Neuseeland geboren wurden. Besucher aus Australien wiederum machen einen Großteil der Touristen in Neuseeland aus. (apa)