Mitten in den wachsenden Spannungen mit den USA hat sich Chinas Präsident Xi Jinping gegen hegemoniale Machtstrukturen in der Weltpolitik ausgesprochen. "Die Welt will Gerechtigkeit, keine Hegemonie", sagte Xi am Dienstag in einem Video-Beitrag für ein Politik- und Wirtschaftsforum in der Stadt Boao.

Einige Länder würden Barrieren aufbauen, die anderen Staaten schadeten und niemandem nutzten. Ein großes Land solle sich wie ein großes Land präsentieren, indem es zeige, dass es mehr Verantwortung trage, so der chinesische Präsident.

Xi nannte in seiner Rede keine Länder beim Namen. Chinesische Regierungsvertreter hatten in der Vergangenheit aber den USA vorgeworfen, andere Länder etwa in Handelsfragen und der Geopolitik dominieren zu wollen. Die USA wiederum kritisieren China unter anderem beim Thema Menschenrechte und wegen seines wirtschaftlichen Einflusses auf andere Staaten. (apa, reuters)