Wien. Anlässlich des Besuchs des Kronprinzen von Abu Dhabi, Mohammed bin Zayed Al Nahyan, bei Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag haben Österreich und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) eine strategische Partnerschaft vereinbart. Kernpunkt dabei sei eine engere Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff, hieß es aus dem Außenministerium.

So sollen Leitbetriebe beider Staaten zu einer Allianz zusammengeführt werden. "Mit den Vereinigten Arabischen Emiraten verbindet uns eine mehr als 25 Jahre alte Energiepartnerschaft, die vor allem von der gemeinsamen Eigentümerschaft an der OMV getragen wird. Diese Partnerschaft wollen wir auf Wasserstoff ausweiten", sagte Kurz laut einer der Austria Presse Agentur übermittelten Aussendung.

Größter Handelspartner
in der Golfregion

"Aufgrund ihrer geografischen Lage sind die VAE für österreichische Unternehmen der ideale Standort, um neue Märkte zu erobern", erklärte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP). Die Position der Vereinigten Arabischen Emirate als größter österreichischer Handelspartner in der Golfregion soll "mit dieser strategischen Partnerschaft weiter" ausgebaut und gefestigt werden, so Schramböck. Eine Möglichkeit dazu bietet sich bei der verschobenen Weltausstellung Expo 2020, die nun vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 in Dubai stattfinden wird.

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) und der emiratische Minister für Industrie und Technologie, Sultan Al Jaber, unterzeichneten auch jeweils eine politische Absichtserklärung mit dem Ziel einer vertieften Zusammenarbeit. Neben der Kooperation zu Wirtschaft, Energie und Handel, Kultur und Bildung sowie bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie soll auch der Dialog zu außenpolitischen Themen vertieft werden. Schallenberg zeigte sich erfreut, dass die Vereinigten Arabischen Emirate im Vorjahr die diplomatischen Beziehungen zu Israel normalisiert hatten.