Die radikalislamistischen Taliban haben nach eigenen Angaben den höchsten Regierungssprecher ermordet. Die Taliban verkündeten, dass Dawa Khan Menapal "(...) in einem Angriffs der Mudschahedin getötet und damit für seine Taten bestraft wurde." Das Innenministerium in Kabul bestätigte, dass der Mann ermordet wurde.

Der amtierende Botschafter der amerikanischen Regierung Ross L. Wilson sieht in der Ermordung des Pressesprechers eine Verletzung der Menschenrechte und der Redefreiheit.

Die Ermordung Menapals wurde von einem Beamten des Innenministeriums während der Freitagsgebete als Akt der "brutalen Terroristen" bezeichnet. "Menapal war ein junger Mann, der sich wie ein Berg gegen die Propaganda des Feindes stellte. Er war immer ein großer Unterstützer des afghanischen Regimes", hieß es seitens des Innenministeriums. 

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Der Gewaltakt ist der neueste in einer langen Reihe von Angriffen und Tötungen der Islamisten. Sie wollen damit die demokratisch gewählte Ghani-Regierung schwächen. Eine große Zahl von Journalisten, Richtern und Personen des öffentlichen Lebens wurden bereits von den Taliban hingerichtet.

Aktuelle Lage in Afghanistan

Die Terrorgruppe startete nach dem Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan eine Offensive gegen die Regierung in der Hauptstadt Kabul. Mehrere Bezirke sind bereits im Besitz der Taliban und deren Bewohner müssen unter deren Schreckensregime leben. 

Europaweit gibt es hitzige Diskussionen über die afghanischen Flüchtlingsbewegungen, und inwieweit abgelehnte oder auch straffällige Asylwerber dorthin abgeschoben werden können. (apa/reuters)