Fast 6.000 Kämpfer der Islamistengruppe Boko Haram haben laut Nigerias Armee in den vergangenen Wochen mitsamt ihren Familien die Seite gewechselt oder sich zumindest der Armee ergeben. Ein Sprecher der Streitkräfte machte dafür das Vorgehen der Armee gegen die Aufständischen verantwortlich.

Die Kämpfe zwischen Boko Haram und der Armee haben den Vereinten Nationen zufolge in den vergangenen zwölf Jahren rund 350.000 Menschen das Leben gekostet. Die Gewalt hat auf die Nachbarländer Niger, Tschad und Kamerun übergegriffen.

Boko Haram war 2014 wegen der Massenentführung von Schülerinnen aus der Stadt Chibok bekanntgeworden. Die Gruppe und die nigerianische Armee haben inzwischen auch einen gemeinsamen Feind: einen Ableger des IS in Nigeria.