Der philippinische Boxer Manny Pacquiao kandidiert als Nachfolger von Staatschef Rodrigo Duterte für das Präsidentenamt in seinem Land. Das kündigte der 42-Jährige am Sonntag an und nahm die Nominierung durch die Regierungspartei PDP-Laban an. "Ich bin ein Kämpfer, und ich werde immer ein Kämpfer sein, im Ring und außerhalb des Rings", sagte Pacquiao in seiner Rede.

Anfang Dezember des vergangenen Jahres war der ehemalige Box-Weltmeister in acht verschiedenen Gewichtsklassen zum neuen Vorsitzenden der Partei von Präsident Duterte ernannt worden.

Die nächste Präsidentenwahl in dem südostasiatischen Land steht 2022 an, Duterte darf laut Verfassung nicht erneut kandidieren. Er will sich aber um das Amt des Vizepräsidenten bewerben.

Ein Volksheld

Pacquiao ist auf den Philippinen ein Volksheld. Neben den Erfolgen beim Boxen war er 2010 in die Politik gegangen. Seit 2016 ist er Senator.

Der amtierende Präsident Duterte ist international vor allem durch sein überaus hartes Vorgehen gegen Drogenkriminalität bekannt. Seit seinem Amtsantritt Ende Juni 2016 sollen mehrere Tausend Menschen von Todeskommandos getötet worden sein. Der Internationale Strafgerichtshof ermittelt deswegen.

Auf den Philippinen - einem Land mit mehr als 106 Millionen Einwohnern - gibt es enorme soziale Unterschiede